Vorsicht blinde Passagiere

Weitere Informationen: Blinde Passagiere

Für den Türlersee gilt:

Für die Einwasserungen von SUP und anderen Wassersportgeräten steht Ihnen die Reinigungsstelle beim Campingplatz Türlen mit Einwasserungsplatz am Horn zur Verfügung.

Wasch dein Zeug – Schütz den See

Gebietsfremde Tiere und Pflanzen, sogenannte Neobiota, kommen auch in den Schweizer Gewässern vor. Oft werden sie unbemerkt durch den Menschen verbreitet und beispielsweise mit Booten, Wassersport- oder Fischereimaterial von einem Gewässer zum nächsten verschleppt. Auch aus Aquarien oder Gartenteichen gelangen immer wieder gebietsfremde Tiere oder Pflanzen in unsere Gewässer.
https://www.wasch-dein-zeug.ch/

Vorbeugung ist entscheidend.

Gebietsfremde Arten können ökologische sowie wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe anrichten. Sind diese Arten, wie die Quagga-Muschel, erst einmal in einem Gewässer angekommen, können sie nicht mehr entfernt oder eingedämmt werden. Deshalb werden der Ägeri- und der Zugersee mit verschieden Massnahmen vor aquatischen Neobiota geschützt.
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Massnahmen zum Schutz des Türlersees

Die Quaggamuschel kann sich sowohl als erwachsenes Tier, das an Gegenständen haftet, als auch als winzige Larve in einem Wassertropfen verbreiten. Daher ist es wichtig, alle Gegenstände, die in einem Gewässer verwendet wurden, gründlich zu reinigen und vollständig zu trocknen, bevor sie in einem anderen Gewässer verwendet werden.

Informationen:

Einwasserungen am Türlersee:
Ab dem Schwimmbad Türlen mit Reinigungsanlage möglich.

Achtung Quaggamuschel im Zürichsee gefunden – Einwasserungsverbot für Greifen-, Pfäffiker- und TürlerseeAchtung Quagga-Muschel

Im Zürichsee ist die schädliche Quaggamuschel gefunden worden. Damit sie nicht mit Booten in andere Zürcher Seen verschleppt wird, verfügt der Kanton Zürich per sofort ein Einwasserungsverbot für den Greifen-, den Pfäffiker- und den Türlersee. Dies als Übergangsmassnahme, bis andere Vorgaben zum Schutz der Zürcher Gewässer vor invasiven gebietsfremden Tieren und Pflanzen umgesetzt sind.

Sofortiges Einwasserungsverbot für Greifen-, Pfäffiker- und Türlersee

Die Quaggamuschel stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und breitet sich in den Schweizer Seen rasant aus. Sie verdrängt einheimische Tierarten und kann Wasserfassungen für Trinkwasser und Energienutzung verstopfen sowie Ufer- und Hafenanlagen überwuchern. Wenn die Quaggamuschel einmal in einem Gewässer nachgewiesen ist, ist es kaum möglich, sie wieder loszuwerden. Zentral ist deshalb, jene Gewässer zu schützen, in denen sie nach aktuellem Kenntnisstand noch nicht vorkommt. Darum verfügt der Kanton Zürich als Sofortmassnahme ein Einwasserungsverbot für den Greifensee, den Pfäffikersee und den Türlersee. Ab sofort dürfen keine immatrikulierten Boote mehr in diesen drei Seen einwassern. Dies soll verhindern, dass die Quaggamuschel auch in diese Seen gelangt und deren wertvolle und geschützte Ökosysteme gefährdet. Boote, die sich bereits in einem dieser Seen befinden, dürfen dort bleiben.

Ab 2025 vorgesehen: Einwassern nur noch im Heimgewässer erlaubt

2025 soll diese Sofortmassnahme abgelöst werden durch eine Regelung, wonach Besitzerinnen und Besitzer aller im Kanton Zürich immatrikulierten Boote aufgefordert werden, ein Heimgewässer zu deklarieren. Das Boot darf nur noch in diesem einen Gewässer verkehren, ein Wechsel von einem Gewässer in ein anderes ist nicht erlaubt. Jedoch sollen Bootsbesitzende mit Trockenplatz ihr Boot wieder im Greifen-, Pfäffiker- oder Türlersee einwassern können, wenn sie diesen zuvor als Heimgewässer deklarieren. Die Massnahme soll so lange gelten, bis die Schiffsmelde- und -reinigungspflicht eingeführt wird.

Ausserkantonale Boote sollen ab 2025 nicht mehr in Zürcher Seen und Flussabschnitten einwassern dürfen, bis die Schiffsmelde- und -reinigungspflicht in Kraft tritt.

Die geplanten Massnahmen sind auch für den Zürichsee nach wie vor wichtig, weil neben der Quaggamuschel weitere invasive gebietsfremde Arten Schaden anrichten können. Darunter beispielsweise das Schmalrohr, eine Wasserpflanze, die im Genfersee und den Tessiner Seen dichte Teppiche bildet und die Wasserqualität beeinträchtigt.

Kleinboote und Wassersportausrüstung kontrollieren, reinigen, trocknen

Auch bei Kleinbooten und Wassersportausrüstung besteht eine gewisse Gefahr, dass von Auge kaum sichtbare Pflanzen und Lebewesen von einem Gewässer ins nächste mitreisen. Für Stand-Up-Paddel, Kanus, Ruder- oder Schlauchboote heisst es deshalb nach dem Quaggamuschel-Fund im Zürichsee umso dringender: bei jedem Gewässerwechsel sorgfältig kontrollieren, mit heissem Wasser reinigen und vollständig trocknen. Das Gleiche gilt für Fischerei- und Tauchausrüstung. Mit der Sensibilisierungskampagne «Vorsicht blinde Passagiere» macht der Kanton Zürich seit mehreren Jahren auf diese Verhaltensregeln aufmerksam.

Link Kanton Zürich: Beitrag Quagga-Muschel

Link Anleitung Korrekte Reinigung: Vorsicht blinde Passagiere

Naturfreundlich mit dem SUP-Board auf dem Türlersee unterwegs

Liebe Mitglieder und Freunde des Türlersees

Stand-up-Paddeln erfreut sich einer steigenden Beliebtheit, besonders auch am Türlersee. Die Sportart ermöglicht das Befahren von Flachwasserzonen und Uferbereichen, wodurch immer mehr Menschen in die wertvollen und geschützten Habitate von Wasservögeln eindringen. Da Stand-up-Paddeln nahezu geräuschlos erfolgt, wird das Störpotential dieser Sportart oftmals unterschätzt.
Die meisten Menschen halten sich an die Verhaltensempfehlungen. Ein Nebeneinander von Freizeit/Sport und den Wildtieren in ihren Lebensräumen sollte möglich sein.
Viele Neueinsteiger:innen und auch Gelegenheitssportler:innen wissen aber oft nicht, wie man sich auf dem Wasser korrekt verhält

Die Kampagne «Aufs Wasser mit Rücksicht» vom Verein «Natur & Freizeit» soll helfen, mit Flyern und Informationen die wichtigsten Verhaltensweisen auf dem Wasser besser bekannt zu machen. Wir unterstützen diese Aktion. Auf unserer Webseite haben wir den Greifensee-Flyer sowie die aktuellen Berichte auf TeleZüri und TeleTop und den ausführlichen Bericht in der NZZ freigeschaltet. Der Greifenseeschutz hat zusätzlich noch einen spannendes Merkblatt erstellt, dies kann in diesem Beitrag oder direkt hier abgerufen werden:
https://greifenseeschutz.ch/greifensee/kampfzone-naherholungsgebiet/

Lesenswert ist die Masterarbeit von Marigna Franck zum Thema «Stand-up-Paddeln im Lebensraum der Wasservögel». Am Greifensee und Pfäffikersee wurden im Zeitraum Juni – August 2023 während 79 Tagen mit Wildkameras überprüft, wie Stand-up-Paddler die markierten Seeschutzzonen und unmarkierten Uferschutzzonen befahren. Dabei wurden über 900 Regelverstösse erfasst, zwei Drittel davon von Stand-up-Paddlern.

Mit besten Grüssen

Ihr Präsident