Wildbienenhotel am Türlersee

Die Honigbiene bildet grosse Schwärme. Sie ist aber nur eine von vielen Bienenarten. In
der Schweiz kommen über 500 Wildbienenarten vor, welche mehrheitlich als Einsiedle-
rinnen leben.

Das Wildbienenweibchen kümmert sich in seinem Leben in erster Linie
um die Nisthöhle und um den Nachwuchs. Je nach Bienenart befinden
sich die Nisthöhlen an spezifischen Orten wie zum Beispiel in Pflanzen-
stängeln, Totholzlöchern, Schneckenhäusern, Trockenmauern und lehmi-
gen oder sandigen Böden.

In jeder Höhle werden Brutzellen mit Vorrat an Pollen und Nektar und

einem Ei angelegt. Danach wird die Zelle zugemauert.
Aus dem Ei schlüpft eine Larve. Diese ernährt sich vom angelegten Vorrat, wächst heran und wird nach
einer vollständigen Verwandlung (Metamorphose) eine ausgewachsene Biene.

Auf der Nektarsuche übernehmen die Wildbienen eine zentrale ökolo-
gische Rolle als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen. Dies ist wichtig
für das gesamte Ökosystem. Die Lebensräume vieler Wildbienen-
arten sind jedoch verschwunden oder haben sich verschlechtert. In-
tensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, der Bau von Infra-
struktur wie Strassen und Gebäuden beeinträchtigen oder zerstören die
Lebensräume, die Nistplätze und das Nahrungsangebot der Wildbienen.
Durch Ansäen von blumenreichen Wiesen, zum Beispiel auch im eige-
nen Garten, und dem Erstellen von verschiedenen Nisthilfen und Wild-
bienenhäuschen kann den Wildbienen geholfen werden.

Den Original Flyer finden Sie auf der Downloads Seite.

Baudirektion des Kantons Zürich, 2011

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