Anlässlich seines 75-Jahre-Jubiläums im Jahre 2009 beschloss der Türlerseeschutzverband, 75 Hochstammbäume rund um den Türlersee zu pflanzen. Die inzwischen gepflanzten Bäume sind bereits Bestandteil des Vernetzungsprojektes Hausen.

 

Von Martin Mullis

Der Türlerseeschutzverband (TSSV) lud am Sonntagmorgen zu einer Besichtigung der gepflanzten Hochstammbäume, welche rund um den Türlersee angebaut wurden. Der Kauf der 75 Obstbäume verschiedenster Sorten wurde durch eine Patenschaft von 250 Franken pro Baum ermöglicht. Seit dem Beschluss dieser sympathischen Idee im Jahre 2009 sind die Obstbäume nun alle gepflanzt und gedeihen prächtig. Das Konzept der Hochstammbäume wurde nun Teil des Vernetzungsprojektes Hausen. So nahmen denn auch neben den zahlreichen Interessenten und Mitgliedern des Schutzverbandes auch einige fachkundige Experten am Rundgang teil und informierten auch über Waldrandpflege Riedflächen sowie über die Erfolgskontrolle zur Erhaltung der Artenvielfalt.
Auf dem Parkplatz Türlersee am Fusse des steilen Hanges gegen den Albis begrüsste der Präsident des TSSV, Marco Strebel, Gemeinderat Gregor Blattmann aus Hausen, Agrarökologe Daniel Winter, den Hochstammbaum-Experten Hans Peter Hediger sowie den Förster des Forstreviers Oberamt, Robi Püntener. Der Obstbaum-Spezialist Hediger erzählte mit ausreichenden Gesten und viel Herzblut über das von ihm angeregte Projekt der 75 Hochstammbäume.

Einige «Baum-Göttis» unter den Teilnehmern


Es sind dies Obstbäume vorwiegend alter Sorten der verschiedensten Arten. Gepflanzt wurden Zwetschgen-, Kirsch-, Pflaumen-, Birnen- und natürlich Apfelbäume. Sicher darf angenommen werden, dass unter der interessierten Schar viele Paten dieser jungen Bäume anwesend waren.
Neben den äusserst spannenden Informationen wurden die Teilnehmer aber auch körperlich etwas gefordert. Es galt, den steilen Hang zum Waldrand hinauf zu erklimmen, was auf der nassen und rutschigen Wiese und im Nieselregen nicht wirklich ein erholsamer Spaziergang war. Die veritable Kletterei lohnte sich jedoch, waren doch auf dem kleinen Plateau am Waldrand auf einer Lichtung mit einer saftig grünen Wiese eine grosse Artenvielfalt von seltenen Pflanzen zu besichtigen. Bevor der «Abstieg» ins Tal in Angriff genommen wurde, informierte Revierförster Robi Püntener über die mannigfaltigen Massnahmen zur Waldrandpflege.
Die körperlichen Anstrengungen der Exkursion wurden neben den interessanten Informationen der Sachkundigen am Schluss der Veranstaltung nicht nur mit einer Wetterbesserung und etwas Sonnenschein belohnt, sondern auch mit einem zum Bräteln bereitgestellten Grillplatz.

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